Im Label-Dschungel

Ein Leitfaden hilft nun dabei, die Nachhaltigkeits-Labels im Tourismus miteinander zu vergleichen

EU EcoLabel, TourCert, Österreichisches Umweltzeichen für Tourismus, Viabono und viele andere: Immer mehr touristische Dienstleister lassen sich im Bereich Nachhaltigkeit zertifizieren und immer mehr Organisationen erarbeiten zusätzliche Labels. Wie also soll der Gast hier den Überblick behalten, Kriterien und Vorgaben verstehen? Dieser Leitfaden ermöglicht es den Urlaubern nun, jene 20 Labels, die weltweit am wichtigsten sind, miteinander zu vergleichen und die zugrundeliegenden Kriterien zu verstehen. In welchen Ländern werden sie angewandt und welche Einrichtung kümmert sich um die Zertifizierung? Welche Kontrollverfahren werden angewandt? Welche Qualitätskriterien werden bewertet? Ein Blick in den Leitfaden genügt und schon bald findest du dich im Label-Dschungel zurecht.

Die Mitfahrbank

Sympathische Idee für spontane Mitfahrbörse: die Mitfahrbank

Du bist ein Naturliebhaber und machst gern Wander- und Radtouren? Wahrscheinlich bist du dann oft fernab der Dörfer unterwegs und damit auch meistens weit entfernt von Bushaltestellen oder Bahnhöfen. Wir sind auf eine sympathische Idee gestoßen, die vielleicht auch in deiner Gemeinde umgesetzt werden könnte: die Mitfahrbank. Im Bundesland Tirol gibt es bereits viele solcher Mitfahrbänke, die von Autofahrern und Bürgern an strategischen Punkten aufgestellt wurden – sowohl in größeren Ortschaften oder auch in kleineren Dörfern. Sie fallen Einheimischen und Touristen ins Auge und auch Autofahrer wissen gleich, dass hier jemand eine Mitfahrgelegenheit sucht. In der Gemeinde Reith mit rund 1.300 Einwohnern wurden Anfang 2018 mehrere Mitfahrbänke aufgestellt, z.B. auch vor dem Tourismusbüro oder an einer Bushaltestelle. Gekennzeichnet sind die Mitfahrbänke mit einem bunten Hinweisschild samt Reisezielen, welches die Wartenden dann in Händen halten.
Weitere Informationen hier.
 

No Borders Music Festival

Musik, Kultur und Natur

Das “No Borders Music Festival” ist ein einzigartiges Musikfestival in der Region und im gesamten Gebiet "Ohne Grenzen", das nicht nur Fans aus Italien, sondern aus ganz Europa anzieht.
Die 23. Ausgabe des Festivals findet zwischen Juli und August 2018 statt. In diesem Zeitraum stehen Workshops und Konzerte verschiedener Musikrichtungen auf dem Programm, die verschiedene Schauplätze des Tarvisiano miteinschließen, zum Beispiel die Kulisse der Fusine-Seen oder der Schutzhütte Gilberti (Sella Nevea). Die Veranstaltungsorte dieser Konzerte sind nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar (eine Zufahrt mit dem Auto ist verboten), auch um die Magie dieser besonderen Schauplätze in den Friulanischen Alpen besonders zu schützen und mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Die Gäste erhalten Informationsmaterialien zum "grünen" Tourismus bzw. umweltfreundliche Gadgets mit denen auch sie einen Beitrag leisten können (z. B. Mülltrennung).

Mobilito

Mobilitätszentrale Pongau

Mobilito" ist das touristische Mobilitätszentrum im Pongau und betreibt seit 2001 in Zusammenarbeit mit den ÖBB den Bahnhof Bischofshofen.
Ziel ist es, die Touristen in der Region zu einer umweltfreundlicheren Mobilität zu motivieren, indem ihnen Dienstleistungen angeboten werden, die ihnen die touristische Information und Mobilität erleichtern, um ihnen die Planung ihrer Mobilität während ihres Aufenthalts in der Region zu erleichtern. Das Mobilitätszentrum Pongau ist auch für die Entwicklung des regionalen Bussystems "Pongau-Takt" verantwortlich. Das Mobilitätszentrum "Mobilito" wird vom Regionalverband Pongau und allen 25 Mitgliedsgemeinden der Region unterstützt. Die Idee zum Aufbau eines eigenen regionalen Mobilitätszentrums kam von der Gemeinde Werfenweng und dem Projekt "Sanfte Mobilität", bei dem die Gemeinde bereits Vorreiter war.
Mobilità sostenibile e turismo

SaMo-Card

Sanfter Mobilität für Tourismusförderung in Werfenweng

Werfenweng ist eine kleine Tourismusgemeinde im Salzburg, die seit 20 Jahren ein Vorbild für "sanfte Mobilität" ist. Integriert in die Tourismusbranche ist letztere im Laufe der Zeit zu einem Ferienkonzept geworden.
Die "SaMo-Card" ist der Schlüssel zu vielen Vorteilen, die Touristen geboten werden, die ohne eigenes Auto anreisen: Für Touristen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder ihre Autoschlüssel dem Amt für Tourismus Elektrofahrzeuge übergeben, werden kostenlose Shuttlebusse und Elektrotaxis zur Verfügung gestellt. Mit der "SaMo-Card" können Sie auch alle Elektrofahrzeuge der Region wie E-Autos, E-Bikes, E-Scooter, Fahrräder und vieles mehr nutzen und so eine Garantie für sanfte Mobilität und darüber hinaus den Tourismus als Pausenzeit nutzen.

Dachmarke Südtirol

Lokale Qualitätsprodukte und Tourismus

Seit 2004, als das Land Bozen eine neue Südtiroler Dachmarke erwarb, kann Südtirol eine direkte Verbindung zwischen dem touristischen Angebot und der traditionellen lokalen Wirtschaft herstellen. Diese Marke hat es geschafft, ein kulturelles Symbol zu werden, den Betreibern aller Bezirke Südtirols Koordination und Bekanntheit zu verleihen und hat Südtirol von einem Punkt auf der Landkarte zu einem Symbol der touristischen Destination für Liebhaber von Umwelt, Radfahren und sanftem Tourismus gemacht. Die Südtiroler Dachmarke verbindet auch den Tourismus mit Lebensmitteln und zeichnet Produkte und Dienstleistungen für den Tourismus sowie deren Herkunft aus, zum Beispiel durch die Herkunftsbezeichnung "Protected Geographical Indication (PGI)" und das Qualitätslabel der Südtiroler Spezialitäten.

Das Tree houses-Projekt

Mit der Natur verbunden

Das Projekt „Tree Houses“, also Baumhäuser, bringt die Menschen zurück in ihren natürlichen Lebensraum, d.h. in den Wald mit seinen Pflanzen und Lebewesen. Die Baumhäuser werden vom Urlaub-am-Bauernhof-Betrieb „Malga Priù“ auf der Ugovizza-Alm geführt und haben zum Ziel, vor Ort einen umweltverträglichen Tourismus zu etablieren. Der Bau wurde in Zusammenarbeit mit den Holz-Experten DomusGaia realisiert, dabei wurden die räumlichen Voraussetzungen vor Ort in Einklang mit der Philosophie der Nachhaltigkeit gebracht. Das "Pigna", in Form der typischen Nadelbäume in den Wäldern des Tarvisiano, ist das erste Baumhaus in Italien mit diesen Eigenschaften: Obwohl es kein Fundament hat und im Wald hängt, ist es über die Verbindungen zu den Bäumen in seiner Umgebung gut im Boden verankert, da die Wurzeln der Tannen die Fundamente ersetzen.

Das Heinrich Kiener Haus

Verringerung des ökologischen Fußabdrucks des Tourismus

Das Heinrich Kiener Haus liegt auf 1800 m Seehöhe im Tourismusgebiet Pongau und ist umgeben von Almweiden auf dem Hochgründeck, das zu den am höchsten bewaldeten Bergen Europas zählt. Das Schutzhaus wurde 1886 als alpine Schutzhütte komplett aus Holz gebaut und im Jahr 2004 renoviert. Das Kiener-Haus ist Etappenziel des St. Rupert-Pilgerweges. Zwei Photovoltaikanlagen mit 16 m² und ein Windkraftwerk versorgen zu 100 % den gesamten Betrieb mit Strom, Sonnenkollektoren mit 10 m² liefern Energie für Warmwasser und Heizung. Komposttoiletten und Grauwasseranlage ergeben eine Wasserersparnis von mehr als 100.000 l pro Saison. Mit dem Projekt gewann das Kiener-Haus den Energy Globe Salzburg in der Kategorie Erde.
GreenEvent

Die GreenEvent-Zertifizierung

Nachhaltigen Tourismus mit GreenEvents fördern

Immer mehr Veranstaltungen werden umweltfreundlich ausgerichtet, denn eine nachhaltige Veranstaltung trägt nicht nur zum Schutz der Umwelt bei, sondern bietet auch einen Marketingvorteil für Sponsoren, Veranstalter und die Öffentlichkeit. Aus diesem Grund hat die Provinz Bozen beschlossen, die Organisatoren von Veranstaltungen, die bestimmte Nachhaltigkeits-Kriterien in den Bereichen Ressourcen, Abfall, Mobilität, Verpflegung, Energie, Kommunikation, Akustik sowie Sonstiges (Barrierefreiheit, Förderung von Ehrenamt oder bewusster Alkoholkonsum) einhalten, auszuzeichnen. Mit der GreenEvent-Zertifizierung fördert die Landesagentur für Umwelt auch den nachhaltigen Tourismus. So zum Beispiel bei Summa im April in Margreid, wo sich hervorragende Winzer aus aller Welt treffen, um ihre Weine (viele davon aus biologischem Anbau) einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Um die GreenEvent-Zertifizierung zu erhalten, müssen Sie ein Verfahren befolgen, das bei positiver Bewertung die Anerkennung "Going GreenEvent" oder "GreenEvent" vergibt.


 

Chalets Von Rutte

Ein Projekt, das aus der Verarbeitung von lokalem Holz stammt

Die Chalets von Rutte sind ein Hoteldorf aus dem Jahr 2016. Sie liegen in einer ruhigen Gegend von Tarvis, aber doch in der Nähe des Orts-Zentrums und nur wenige Pedaltritte vom Alpe-Adria-Radweg entfernt. Sie wurden von lokalen Handwerkern mit Baumaterialien der Umgebung gebaut und mit Möbeln auf Maß aus einheimischen Hölzern oder aber mit alten Möbeln eingerichtet, die von Fachkräften restauriert wurden. Das für den Bau der Außenwände verwendete Holz stammt von der Tarvisio-Tanne, während für die Innenwände und die Böden Lärchenholz verwendet wurde. Das Holz wurde nicht behandelt, sondern in seinem natürlichen Zustand belassen, damit die Gäste den charakteristischen Duft des Holzes erleben können.
 

Fachtagung von CIPRA und AidA

Vereinbarkeit von Tourismus, Umweltschutz und lokaler Bevölkerung

Der Tourismus ist eine wichtige wirtschaftliche Ressource, aber nicht nur das. Tourismus ist einer der Wirtschaftszweige mit dem höchsten Expansionspotenzial, mit vielen positiven Aspekten wie der Schaffung von Arbeitsplätzen, aber ebenso vielen negativen Aspekten. Die Interdependenz zwischen Tourismus und Lebensqualität des Territoriums ist in den Alpen, einem der am meisten genutzten Bergökosysteme der Welt, besonders wichtig. Dies sind die Hauptthemen des Treffens, das die CIPRA - NGOs mit lokaler Vertretung in Südtirol - in Zusammenarbeit mit dem Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen" Ende Mai 2018 in Bled (Slowenien) organisiert hat. Das daraus resultierende Dokument hebt die "zwölf Schritte für mehr Lebensqualität in alpinen Destinationen" hervor, unter denen der Umwelt- und Landschaftsschutz als Grundlage für den Tourismus oder als Ausgleich zwischen den Bedürfnissen der Touristen und der lokalen Bevölkerung identifiziert wird. Das Dokument soll als Beispiel für andere Realitäten dienen, die sich bei der Bewältigung dieser Probleme in Schwierigkeiten befinden.
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